RGOS Veranstaltungen


Suuuch! – Fährtenkurs für Anfänger vom 9. Oktober 2021

Text: Ruth Clarke, Bilder: Ruth Clarke, Manuela Geiser

       

Erstmals bot die RGOS einen Fährtenkurs für Anfänger/Einsteiger an. Acht Hundeführer und
-führerinnen liessen sich von Heinz und Andrea Akeret in diese Arbeit einweihen. Heinz und Andrea sind langjährige Hündeler und arbeiteten vorwiegend mit Deutschen Schäferhunden. Für die Hälfte der Teilnehmergruppe war diese Sparte ganz neu, andere hatten teils vor vielen Jahren mit einem Vorgängerhund eine BH1-Prüfung abgelegt, wo eine Fährte Teil der Aufgaben ist. Drei HF hatten bereits Mantrailingerfahrung gesammelt, was ebenfalls eine Art Fährtensuche ist, jedoch der Hund mit eher hoher Nase nach Geruchspartikeln der Versuchsperson sucht, diese aufzuspüren ist dann auch das Ziel. Bei Begleithundefährten sollte der Hund mit tiefer Nase im Gras den Bodenverletzungen des Fährtenlegers folgen und am Ende der Fährte einen kleinen Gegenstand anzeigen.

An diesem erst nebligen dann immer sonniger werdenden Tag, fanden sich alle acht Teilnehmenden am Treffpunkt in Aadorf pünktlich um 9 Uhr ein, wo sie von Andrea freundlich empfangen und zur versteckten Klubhütte der Schäferhundfreunde Lützelmurg gelotst wurden. Hier wartete bereits Heinz auf uns. Bei Kaffee und Gipfeli erhielten wir erste Informationen, was unter Fährtenarbeit zu verstehen ist. Weitere Erklärungen wurden dann in der Paxis auf dem Feld ausserhalb Aadorfs abgegeben. Die acht HF mit drei Labradors, zwei Flatcoated, einem Toller und einem Curly Coated Retriever, sowie meinem „Exoten“, einem Mopsmischling, wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und von Heinz und Andrea auf verschiedenen Wiesen in die Fährtenarbeit eingeführt.

Erste Fährten von ca. 20 kleinen Schritten legte Andrea für die Hunde selbst, die samt HF dabei zuschauen durften und sich wunderten, was die Frau da ins Gras legte. Die jüngste Teilnehmerin war Hannya, eine fünf Monate alte Labradorhündin, die bald merkte, dass es da viele Gutzis zu finden gab und mit tiefer Nase ruhig der Spur folgte. Viel hektischer suchte die älteste Teilnehmerin, eine sechsjährige Flatcoated Hündin nach den Futterbröcklein, so dass sie gleich von zwei Personen gehalten werden musste, um sie vom Losstürmen abzuhalten. Natürlich war da noch kein Gegenstand am Ende der Fährte sondern eine Handvoll Futter. Danach wurden die Hunde von der interessanten Fährte mit viel Lob weggenommen und zurück zum Ausgangspunkt gebracht. Jede Fährte wurde von Andrea kommentiert, sei es das Verhalten des Hundes bei der Sucharbeit, sei es die Führung des Hundes durch die HF, so dass alle von ihrer Erfahrung lernen konnten. Alle Hunde konnten danach eine weitere Spur ausarbeiten, dabei zeigten sie zur Freude der HF ein schon recht gutes Suchverhalten. Dass auch ein Hund mit kurzer Nase gut schnüffeln kann, demonstrierte Lisa mit intensiver Suche. Beim Aufspüren von Fressbarem steht der Mops einem Retriever in nichts nach!

Dass es aber auch Retriever gibt, die sich mehr für andere Hunde als für Futter interessieren, erfuhr Heinz in seiner Gruppe. Für einen Labrador, für den die Gutzis im Gras keinen Anlass boten, nach diesen zu suchen, musste eine andere Strategie entwickelt werden. Da Würstli auf der Fährte gerne von Wespen oder Ameisen besucht werden und die Hunde stechen könnten, wird im Allgemeinen mit Trockenfutter oder Käse gearbeitet. Bea hatte für Aisha Käsemöcklein dabei, doch schien die Tollerhündin durch den Duft derselben zu hektisch zu werden, so dass für sie bei der 2. Fährte auf Trockenfutter umgestellt wurde. Dies kam dem Leckerli-verweigernden Labrador zu Gute, und er durfte nach den Käsestücklein suchen, die dann doch sein Interesse weckten und er der Spur folgte.

Nach der Mittagspause im Klubhaus und einem kurzen Spaziergang fuhren wir wieder ins Gelände und alle konnten sich an erstaunlichen Fortschritten erfreuen. Die HF legten ihre Fährten nun selbst. Heinz hat am Schluss kurz das Verweisen eines Gegenstandes demonstriert, was separat von der Fährte gelehrt wird. Unterdessen hatte Andrea für ihren Labrador eine Fährte gelegt. So zeigte sie den Teilnehmern, wie dies bei einem ausgebildeten Hund aussehen könnte. Ruhig und mit tiefer Nase folgte Kaleb der Spur – auch er fand zwischendurch einige Leckerli, es war ja auch für ihn eine Trainingsfährte.

 

Der Kurs hat allen Spass gemacht und alle haben wieder Neues gelernt. Herzlichen Dank an Heinz und Andrea für ihr Engagement. Wir würden uns auf eine Fortsetzung freuen.

 


Von Flinten, Blinds und Marks

Text: Claudia Lees, Bilder: Daniela Hess, Ruth Clarke, Katharina Wild

 

Die Idee der Jagdkommission des RCS, einen WT-Helfer-Ausbildungstag auf die Beine zu stellen, hat die RG Ostschweiz in die Tat umgesetzt. Bea Neukomm hat mit Unterstützung von Ruth Clarke die ganze Organisation für die RGOS übernommen und zusammen mit Jérémie Guéneau den Sonntag, 12. September als Trainingstag fixiert. Mit dem Gebiet in der Lutertanne, unterhalb der Schwägalp, konnte ein fantastisches Trainingsgelände gefunden werden. Nach Abklärungen für Landnutzung und Schussabgaben, gingen die Bewilligungen der Bauern und der Polizei hierfür ein und die Ausschreibung wurde gestartet.

So fanden sich sechs Mitglieder der RG Ostschweiz sowie ein Mitglied der RG Zürich am Sonntagmorgen bei noch bedecktem Himmel zusammen, um sich in die Kunst des Dummywerfens und der Schussabgabe einweihen zu lassen. Mit Jérémie Guéneau stand uns eine sehr erfahrene Fachfrau in allen Belangen rund um Hund, Dummyarbeit und Workingtests zur Verfügung und sie konnte sehr schnell unsere Begeisterung wecken. Die Hunde blieben vorerst noch im Auto, erstmal war Theorie angesagt. Die Schussgeräte waren das erste Übungsobjekt. So eine Flinte in Händen zu halten, ist schon was Besonderes. Aufklappen, laden, immer von hinten hochklappen zum schliessen und nicht wie im Film einfach vorne hochreissen, entsichern und schiessen. Es braucht Sorgfalt und auch immer ein gewisses «Jagddenken» im Hinterkopf, damit das dann am Workingtest auch richtig klappt. So wird nicht einfach irgendwo in die Luft geschossen, nur damit es knallt. Nein, man richtet den Gewehrlauf aktiv dorthin, wo das Wild denn wäre. Erfahrene Hunde sehen durchaus wohin der Gewehrlauf zielt. Um so jagdnah wie möglich zu sein, wird auch mit Vorliebe und wann immer möglich, die Flinte auf Workingtests eingesetzt. Weitere Schiessgeräte für jagdliche Turniere sind der Revolver und ein speziell entwickelter Schussabgeber. Vorteil dieser Geräte gegenüber der Flinte ist, dass man sie mit sechs Schuss laden kann. Für die Haltung der aufgezählten Geräte braucht es keinen Waffenschein.

Nachdem nun jeder mit allen Geräten geschossen hatte und wir uns mit Gipfeli gestärkt hatten, holten wir unsere wichtigsten Partner, die Hunde, dazu. Zwei Toller, ein Golden Retriever, ein Labrador und viel Aufregung in Erwartung der gleich beginnenden Arbeit für die Vierbeiner. Gelassenheit in die Gruppe brachten Jérémies erfahrene Labradore, wovon Routinier Chuddleigh als Lehrmeister amtete und Trainingspartner war für hundelose Teilnehmerinnen.  Wir arbeiteten Marks und Blinds. Die Hunde zeigten, dass sie alle wussten, worum es ging und waren mit Begeisterung dabei. Die Schussfestigkeit bei den Hunden war unterschiedlich hoch bis hin zu sichtlichem Stress, sodass später der Schuss nur noch per Gewehrlauf simuliert wurde. Zum Glück erholte sich mein Toller wieder und fand zur Arbeitsbegeisterung zurück. Die Mittagspause nutzten wir für einen Imbiss aus dem Rucksack, Gespräche und Fragen.

Wiederum gings zurück ins Trainingsgelände mit den Hunden und zum Thema Dummy werfen. Jérémie zeigte uns verschiedene Wurftechniken. Wie schiesse ich den Dummy weit, wie geht er hoch und vorallem, wie fällt er uns nicht auf den Kopf. Manchmal braucht es gar nicht viel und es klappt auf einmal. Während die hundelosen Teilnehmer sich nun im Werfen übten, durften die Hundeführer natürlich ihre Retriever in die Arbeit schicken. Durch Positionswechsel und Geländeübergänge wurden die Aufgaben variiert und die Vierbeiner gefordert. Es ist immer wieder beeindruckend, mit welcher Begeisterung der Retriever seinen genetischen Veranlagungen folgt. Später wurde gewechselt und auch die Hundeführer-Truppe warf Dummies mehr oder weniger talentiert. Eine Verbesserung trat bei allen recht schnell ein durch den einen oder anderen super Tipp von Jérémie.

Wer trainiert, muss auch geprüft werden, also gings auch schon bald in die Abschluss-Challenge: weit werfen und genau werfen. Der Weitwurf-Wettbewerb wurde geschlechtergetrennt durchgeführt, die beiden Männer gaben alles und ganz knapp ging der Sieg an Benno. Sein Lennox freut sich über Zahnputzstängeli als Bettmümpfeli. Bei den Frauen ging der Sieg klar an Katharina, die beeindruckend weit zu werfen vermochte. Da hatten wir anderen vier Frauen das Nachsehen. Aber weit werfen ist nicht alles. Als es auf die Genauigkeit ankam, räumte Yolanda ab und schenkte die gewonnenen Goodies Chuddleigh, ihrem heutigen temporären Trainingspartner.

 

Ein toller Tag ging zu Ende und es macht richtig Lust, nun einmal als Helfer an einem Workingtest zu fungieren. Solche Anlässe sind ohne ebensolche nicht durchführbar und oftmals besteht eine gewisse Hemmschwelle, wenn man nicht so richtig weiss, wie alles läuft. Genau dafür wurde dieses Training ins Leben gerufen und es hat sein Ziel voll erreicht. Jérémie hat uns einen super Einblick in diese Welt geben können, uns Mut gemacht, hilfreiche Tipps gegeben und uns ihr Herzblut für die Sache spüren lassen. Ich bin sicher, aus dem kleinen Trainingstrüppli wird sich der eine oder andere Helfer finden lassen. Vielen Dank Jérémie, es war super!


Wesens- und Anlagetest in Frauenfeld am 5. September 2021

Text: Daniela Hess, Fotos: Daniel Hess, Claudia Lees

 

Still und dunkel war es noch, als die ersten Helferinnen und Helfer für den Wesenstest des Retriever Clubs Schweiz auf der Frauenfelder Allmend eintrafen. Einige plapperten bereits munter drauf los, andere waren froh, noch etwas Zeit für sich zu haben, bevor die offizielle Begrüssung bei Kaffee und Gipfeli durch die beiden Co-Leiterinnen des OK-Teams Daniela Hess und Claudia Lees stattfand.

Dann ging alles Schlag auf Schlag. Die platzverantwortliche Wesensrichterin inspizierte die einzelnen Posten, die Helferinnen und Helfer wurden positioniert und das Tagesbüro geöffnet. Schon trafen die ersten Hundeführerinnen und Hundeführer ein und meldeten sich im Tagesbüro an. Punkt 07.15 Uhr startete die erste von sieben Gruppen mit je vier Hund-Hundeführer-Teams und einer Wesensrichterin zum Test.

Die Befragung der Lebensumstände und die Formwertbeurteilung im Ring waren ebenso Teil des Testes wie auch das Spiel mit Artgenossen, die Schussfestigkeit, das Spiel mit der Hundeführerin oder dem Hundeführer und der Richterin, die Absolvierung des Umweltparcours, das Zeigen der Apportierfreude in der Dummyarbeit, die Nasenarbeit beim Aufspüren von Dummies die mit Wildgeruch geimpft worden waren und schliesslich die Freude an der Arbeit im Wasser.

Rund 2 bis 2.5 Stunden waren die Gruppen unterwegs, was für die teilweise noch sehr jungen Hunde doch eine grosse Herausforderung war. So kamen die Teams dann auch in unterschiedlicher Verfassung nach dem Geländerundgang wieder zur Klubhütte zurück. Froh waren aber wohl alle Hunde, als sie sich in ihren Hundeboxen ausruhen durften. Sicherlich hat der eine oder andere auch im Schlaf noch da oder dort ein Dummy aufgespürt und es freudig seiner Führperson zurückgebracht.

Während die Hunde sich nach dem Test wohlversorgt ausruhen konnten, wuchs die Spannung bei den Hundeführerinnen und Hundeführer. Einzeln wurden sie zur Richterin gerufen, welche die gezeigten Resultate mit ihnen besprach und ihnen mitteilte ob der Wesens- und Anlagetest bestanden oder nicht bestanden war. Je nach dem sah man dann auch strahlende oder eher nachdenkliche Gesichter aus der Besprechung kommen.

Nach und nach wurde es auf dem Feld immer ruhiger. Nur noch rund um die Klubhütte hörte man die Stimmen von Hundeführerinnen und Hundeführern, Begleitpersonen, Richterinnen, Helferinnen und Helfern. Bei Hörnlisalat und Würstli und einem kühlen Getränk wurde über die Erlebnisse des Tages ausgetauscht, gemeinsam gelacht und es wurden Pläne für die Zukunft geschmiedet. Es war ein eindrücklicher Tag in Frauenfeld, der sich schliesslich langsam dem Ende zu neigte.

Im Namen des Organisationskomitees möchten wir uns bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass wir diesen Tag in guter Erinnerung behalten dürfen.

Ein grosses Lob geht an alle Hundeführerinnen und Hundeführer, die durchwegs ein sportliches Verhalten und eine hohe Sozial- und Personalkompetenz zeigten. Dies ist keine Selbstverständlichkeit. Wer an Sport- und Zuchtveranstaltungen schon erlebt hat, welche Bandbreite an Verhaltensweisen Menschen im Umgang mit starken Emotionen zeigen, weiss das.

 

Ein grosses Dankeschön geht an:

-  die Richterinnen, die ihre Arbeit souverän, mit viel Ruhe und grossem Engagement gemacht haben, 

   die Hundeführerinnen und Hundeführer motivierten, wenn etwas nicht gleich auf Anhieb gelang, die

   aber auch bedacht waren, die richtigen Worte zu finden, wenn sie jemandem mittteilen mussten, dass

   ein Abbruch des Testes für den Hund besser sei, als ohne Aussicht auf Erfolg weiterzumachen.

 

-  Thomas Schär, Leiter der Zuchtkomission des RCS, der unser junges Organisationskomitee vor Ort

   mit Rat und Tat unterstützte und uns geduldig Erklärungen abgab, wenn Fragen auftauchten.

 

- Den Vorstand der kynologischen Gesellschaft Frauenfeld für die Gastfreundschaft auf dem

  Klubgelände und die unkomplizierte und freundliche Abwicklung bei der Übergabe.

 

Das grösste Dankeschön geht aber an die Helferinnen und Helfer, die uns ihre Arbeitskraft und ihre Zeit unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben. Sie alle haben vorzügliche Arbeit auf dem Feld, in der Klubhütte und in der Administration geleistet. Mit viel Freude und Zuverlässigkeit haben sie gemeinsam mit uns einen langen, langen Arbeitstag gemeistert. Vielen Dank euch allen!

 

 

Falls dieser Artikel einzelne Leserinnen oder Leser motiviert hat, selber einmal an einem Wesenstest mitzuhelfen – wir würden uns über eine Kontaktaufnahme sehr freuen. Vorkenntnisse braucht es keine, lediglich Freude an unseren Retrievern, Zuverlässigkeit und ein bisschen Mut, sich auf etwas Neues einzulassen.

Auskunft erteilt gerne unsere Präsidentin, Daniela Hess, Mail: info@zumhofacker.ch
oder Mobile 079 755 36 62.


Auf Geisterjagd im Wald

So richtig dunkel war’s ja nicht kurz nach dem längsten Tag an der für den 26. Juni ausgeschriebenen Nachtübung im Wald südlich von Niedermarthalen. Was für ein Glück hatten wir mit dem Wetter! Nach all den schlimmen Gewitter- und Hagelstürmen der vorangegangenen Tage war uns ein herrlicher, milder Sommerabend beschieden. Neben dem Schützenhaus zum Steinacker loderte das Feuer bereits als die angemeldeten Hunde-Teams eintrafen. Zuvor hatten die Helfer Tische gedeckt, den Weg markiert und die Posten eingerichtet. So lange die Sonne noch schien, konnten die wenigen (6!) teilnehmenden Teams erst einmal am Lagerfeuer ihre mitgebrachten Burgers, Würste etc. grillieren und sich für die Geisterwanderung stärken.

Kurz vor 21 Uhr wurden die Hunde-Teams einzeln auf den Weg in den Wald geschickt, wo sie auf 8 Posten stiessen inklusive Geisterquiz zum Schluss, wo noch einige knifflige Fragen zu beantworten waren, wie z.B. wie viele Gespenster sie unterwegs gesehen hatten. Die Gespenster hingen dem Weg entlang an den Büschen –  aber habe ich alle gesehen? Es waren nur deren drei. Eine der schwierigsten Aufgaben war wohl, vier Gespenster mittels einer langen Stange aus einem Spinnennetz zu retten. Den Hund an einem Stück Fastnachtsschlange zu führen, ohne dass diese riss, während ein Klappergespenst in Pelerine entgegenkam, war nur mit guter Fussarbeit zu lösen. Auf dem weiteren Weg stiessen die Hunde-Teams auf einen am Boden liegenden „Geist“, der mit Wasser aus einer Getränkeflasche gelabt werden wollte, ohne dass der Hund Wiederbelebungsversuche mittels Zunge machte. Nicht ganz einfach war die letzte Aufgabe im Wald, wo ein Gespenst an einer in der Höhe gespannten Schnur mittels eines Apportiergegenstandes durch den Hund über eine kurze Strecke gezogen werden musste. Zurück beim Grillplatz war noch die Geisterbahn zu bewältigen. Die Hunde wurden vom HF auf einem kleinen Wagen gezogen. Das war nicht allen Hunden ganz geheuer und einige stiegen zu früh aus.

Während die Punkte zusammengezählt und ausgewertet wurden, konnten sich alle vor der Heimfahrt von der Geisterjagd erholen. Das Rangverlesen wurde dann bei Kerzenlicht durchgeführt. Es gab für alle einen Preis als Erinnerung, egal in welchem Rang.

 

Herzlichen Dank an Daniela und ihre junge Crew von Helfern für diesen netten Abendanlass mit unseren Hunden.


Dummy Training am Pfingstwochenende in Lutertannen

Da das traditionelle Sellamatt-Trainingswochenende auch dieses Jahr coronabedingt abgesagt werden musste, wollten wir in der Ostschweiz trotzdem ein Dummytraining anbieten. Mit Ruth Brandenberg konnten wir eine versierte Trainerin gewinnen. So nahmen wir am Pfingstwochenende ein Halbtagestraining am Samstag für Einsteiger/Beginners und am Montag ein Ganztagestraining für Novice ins Programm auf.

Bea Neukomm mit Toller Aisha berichtet, wie sie das Training erlebt hat:

Ruth Brandenberg begrüsste am Pfingstsamstagmorgen fünf Teilnehmerinnen, einen Teilnehmer, 2 schwarze, 2 gelbe Labradors sowie 2 Toller in Lutertanne unterhalb der Schwägalp zum Dummytraining für Einsteiger und Beginners. Das Wetter war trocken aber der Säntis versteckte sich hinter einer dicken Wolke und es war ungewiss, ob sich die Sonne noch zeigen würde.

Als erstes wollte Ruth herausfinden was unsere Hunde bereits können. Dazu mussten wir mit angeleintem Hund ca. 20m über die Alp gehen und einen Dummy platzieren.  Zurück am Ausgangsort machten Hund und Hundeführerin eine Vierteldrehung und die Hunde konnten zusehen wie ein Dummy geworfen wurde. Zuerst den geworfenen Dummy zu holen war für einige Hunde eine Herausforderung, der gelegte Dummy war für sie wichtiger. Wir wiederholten die Übung mit grösserem Winkel zwischen den beiden Dummies und diesmal klappte es bedeutend besser. 

Danach weihte uns Ruth in die Kunst des Hundepfeifen-Einsatzes ein. Sie empfahl uns, darauf zu achten, dass ein Pfiff, sei es Rückpfiff, Suchenpfiff oder Stopppfiff, immer positiv zu verknüpfen, d.h. wir sollten den Pfiff so einsetzen, dass der Hund ihn auch problemlos befolgen kann. Der Doppel- oder Rückpfiff kannten die Hunde bereits und nun galt es den Suchenpfiff aufzubauen. Nachdem alle ihren individuellen Suchpfiff gefunden hatten, demonstrierte Ruth wie wir diesen richtig aufbauen. Als nächstes übten wir das Ganze auf Distanz.

Nach so viel konzentriertem Pfeifen war es an der Zeit, dass die Hunde selbständig arbeiten konnten. Dazu wurden vier Dummys in einem grösseren Gebiet ausgelegt und jeder Hund musste einen davon finden und zurückbringen, und zwar ohne Suchenpfiff weil die Hundeführerin nicht wusste, wo die Dummies lagen.

Inzwischen hatten sich die Wolken verzogen, die perfekte Ausgangslage für ein Gruppenföteli unter dem Säntismassiv. Als Abschlussübung wurde ein Dummy geworfen, so dass die Hunde die Flugbahn sahen aber nicht die Fallstelle, weil sie in einer Delle lag. Ein perfekter Abschluss, um Rück- und Suchenpfiff einzusetzen. Als Letztes zeigte uns Ruth verschiedene Möglichkeiten, unsere Hunde auf dem Spaziergang mit Dummies zu beschäftigen.

Vielen Dank Ruth für einen lehrreichen Morgen. Ich bin mit vielen Ideen nach Hause gegangen, wie ich die Dummy Arbeit mit Aisha weiter aufbauen kann.

 

Am Montagmorgen war Flat-Tag auf der Alp Lutertanne: vier Hundeführerinnen mit ihren Flatcoated Retrievern und ein Führer mit einem jungen Labrador genossen ein intensives Training im hügeligen Voralpengebiet. Auch am Montag war das Wetter ideal, bedeckt, jedoch keine Sonne.

Nein, Ruth verkaufte weder Popcorn noch Glacé! Sie trug nur einen Bauchkiosk namens „Air & Go“, ein Dummywurfgerät, das Dummies ferngesteuert in die Gegend katapultieren kann. In Zweierteams stellten sich die Hundeführerinnen vor dem Bergbach auf, um die erste von Ruths Aufgaben zu lösen. Vorab hatte Ruth einige Dummies am Waldrand rechts unten auf der anderen Seite des Baches ausgelegt. Ein anderes Dummy wurde in gerader Linie hinter einen grossen Felsbrocken geworfen. Abwechslungsweise mussten die Hunde entweder zum Waldrand oder zum sichtig geworfenen Dummy gesandt werden. Nach weiteren Suchübungen mit Bällen, wurde das Wurfgerät eingesetzt. Eliane, die als Helferin und versierte Werferin Ruth zur Hand ging, löste aus einiger Distanz zum Gerät ein Dummy aus. Zudem wurde an den bereits bekannten Stellen Dummies ausgelegt oder von andern Helferinnen geworfen. Auch bei dieser Aufgabe, waren die Hunde zu zweit am Start.

Gegen Mittag verdunkelte sich der Himmel immer mehr, so dass kein romantisches Picknick im Gelände angesagt war. Alle vertilgten ihre Sandwiches im oder beim Auto, während die Hunde ihre verdiente Ruhe im Auto fanden. Ruth und Eliane konnten in dieser Zeit auch ihre eigenen Hunde ausführen, gleichzeitig kletterten sie den steilen Hang am Fusse des Stockbergs hinauf und platzierten zwei Wurfgeräte in unterschiedlicher Höhe für die Nachmittagsübungen.

Auf der Weide zwischen Parkplatz und dem Bach Luteren weideten unterdessen Rinder, die sich sehr für die vorbeigehenden Hunde interessierten. Erste Tropfen fielen als die Gruppe die ausgeklügelte Aufgabe am Steilhang, diesmal zu viert in der Line, in Angriff nahm. Für den ersten Hund gab es ein Dummy hoch oben am Hang zu holen, auch der zweite Kandidat wurde auf ein ferngesteuertes Geschoss gesandt, der dritte Hund fand seine Aufgabe im Suchen eines Tennisballs im Sumpf links der Gruppe und der Letzte in der Reihe hatte ein Dummy rechts aussen zu finden, das zu Beginn der Übung sichtig geworfen worden war. Diese Aufgaben dauerten eine ganze Weile, bis jeder Hund jede der vier Aufgaben gelöst hatte. Hundeführer und Hunde waren gleichermassen gefordert, auch wenn die Vierbeiner den strengeren Teil zu erledigen hatten.

Kurz nach drei Uhr wurden die Tropfen häufiger und alle waren einverstanden das Training abzubrechen, auch da die Hunde - und nicht nur sie - langsam Ermüdungserscheinungen zeigten.

 

Herzlichen Dank an Ruth und Eliane für diese interessanten Trainings.

Text: Bea Neukomm und Ruth Clarke, Fotos: Ruth Clarke


Krimiwanderung - Die Detektei "RundUmHund" ermittelt

Am 17. April war es endlich so weit, wir konnten zum ersten Mal wieder einen gemeinsamen Anlass durchführen. Auf dem Parkplatz zwischen Ossingen und Gütighausen trafen sich die Ermittler der Detektei RundumHund, um einen spannenden Kriminalfall zu lösen. Zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an der Krimiwanderung teil. Von den zwölf Hunden waren sechs Toller dabei, eine kleine Sensation.

Drei Viererteams mit ihren Hunden machten sich zeitlich gestaffelt auf den Weg, um den Hund Mimi der reichen Anwaltsgattin Rosa von Rotholz zu finden. Die junge Chihuahua Hündin war aus dem Café Sprüngli entführt worden und Frau von Rotholz hatte eine Lösegeldforderung erhalten. Gleichzeitig konnten die Vierbeiner das Diensthunde Abzeichen der Detektei erlangen. Daniela Hess, Claudia und Benno Lees begleiteten die Teams.

An der ersten Station balancierten die Hunde mit nur zwei Kommandos über einen Baumstamm, und die Ermittlerinnen bekamen die ersten Einzelheiten zum Fall. Eine einfache Aufgabe, die für zwei Hunde zur grossen Herausforderung wurde, weil in der Ferne Schiesslärm zu hören war. Besonders meine Aisha konnte sich nicht mehr konzentrieren.

Bald schon erreichten wir den zweiten Posten. Hier ging`s darum den Hund hin zu setzen, weg zu gehen, sich während 3 Sekunden auf einen Stein zu setzen und dann wieder zum Hund zu gehen. Der Hund musste während der ganzen Zeit am selben Ort sitzen bleiben. Während die Hunde ihr Können zeigten, analysierten die Menschen das Gesprächsprotokoll des Interviews mit Rosa von Rotholz.

Bei der dritten Aufgabe war der Schiesslärm verstummt, wahrscheinlich waren die Schützen beim Frühschoppen, und unsere beiden Angsthasen konnten wieder konzentriert arbeiten. Es galt aus 10 Boxen diejenigen drei anzuzeigen, welche ein Leckerli enthielten. Eine Aufgabe ganz im Sinne von Retriever Nasen. Gleichzeitig erhielten die Ermittlerinnen weitere Gesprächsprotokolle über die Verhöre der Verdächtigen.

Bei der vierten Station händigte Benno uns die letzten Verhörprotokolle aus. Mit der Analyse aller Informationen konnte der Täter ermittelt werden. Die Hunde bekamen eine klassische «Voran» Aufgabe. Nun war der Täter bekannt, aber Mimi war immer noch verschwunden, weil der Schuldige es mit der Angst zu tun bekommen hatte und sie in einem nahen Waldstück an einen Baum gebunden hatte. Anhand einer Karte konnte er ungefähr aufzeigen, wo der kleine Hund gefunden werden konnte.

Bald schon waren wir im richtigen Gelände, wo vier Dummys ausgelegt waren, die Mimi symbolisieren sollten. Leider wurde die Suche etwas erschwert, weil sie an der Schleppleine ausgeführt werden musste. Im ganzen Waldstück herrschte strikte Leinenpflicht. Trotzdem wurden die vier Dummys von den Spürnasen gefunden und voller Stolz zurückgebracht.

Nun wanderten wir gemütlich zurück auf den Parkplatz, wo die Auszeichnung der Diensthunde stattfand. Je nach erreichter Punktzahl wurden sie als Youngster, Amateur, Profi oder Champion zertifiziert. Rosa von Rotholz war überglücklich, ihre Mimi wieder bei sich zu haben und überraschte die Ermittlerteams mit einem rosa Cupcake. 

Corona bedingt konnten wir nicht in einem Restaurant zusammensitzen und die Wanderung Revue passieren lassen. Dafür hat Daniela mit Getränken und Knabberzeug dafür gesorgt, dass die Gemütlichkeit nicht ganz zu kurz kam. Vielen Dank Daniela, Claudia und Benno für die gelungene Organisation.

Text: Bea Neukomm, Bilder: Larissa Huber, Daniela Hess, Nelly Ammann


"Akupunktur bei Tieren" Tierarztvortrag von Dr.med.vet. Barbara Bachmann

Am Freitag, 8. November 2019, hatte die Regionalgruppe Ostschweiz zum Tierarztvortrag eingeladen. 25 Personen folgten der Einladung und machten sich am Freitagabend auf den Weg nach Frauenfeld ins Hotel Prime Stay, wo der Vortrag stattfand. Als Referentin wurde Frau Dr. med. vet. Barbara Bachmann eingeladen. Frau Bachmann ist promovierte Tierärztin mit Fähigkeitsausweis in Akupunktur. Sie betreibt eine Tierarztpraxis in Effretikon und ist Gastdozentin an der Universität Zürich.

 

Kurz nach halb acht begann Frau Bachmann mit ihrem Referat. Sie führte die Zuhörenden in die Wissenschaft der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ein und betonte dabei, dass die TCM sich grundlegend vom Gedankengut der westlichen Medizin unterscheidet. Sie definierte, was Akupunktur ist, erläuterte kurz wichtige, geschichtliche Etappen und wies auf die grosse Bedeutung der Diagnostik durch befragen und abtasten, aber auch durch riechen und anschauen hin. Sie brachte verschiedene Nadeln und Skalpelle mit, die in der TCM benutzt werden und erläuterte deren Einsatzgebiete. Wichtige Begriffe wie Yin und Yang oder das Qi wurden erklärt und sie zeigte auf, wo im Körper die für die TCM so bedeutsamen 12 Meridiane verlaufen.

 

Nach einer kurzen Pause, in der sich die Zuhörerinnen und Zuhörer mit frischen Getränken versorgen konnten, ging es dann weiter mit dem Schwerpunkt Diagnostik. Frau Bachmann referierte über Leitlinien, pathogene Faktoren, über das Qi, die Meridiane und Wandlungsphasen, erklärte die Zusammenhänge mit den Organen und zeigte die häufigsten Indikationen für Akupunktur bei Kleintieren auf. Darüber hinaus verstand sie es ausgezeichnet, die komplexen theoretischen Inhalte mit interessanten Fallbeispielen aus ihrer langjährigen Praxis anzureichern. Fragen der Teilnehmenden waren jederzeit willkommen und wurden kompetent und verständlich beantwortet.

 

So ging der Abend wie im Fluge vorbei und das Referat neigte sich dem Ende entgegen. Frau Bachmann wurde mit einem Applaus und einem Präsent verabschiedet und die Teilnehmenden machten sich mit neuem Wissen und eindrücklichen Geschichten im Kopf wieder auf den Heimweg.

Wohl manch einer träumte in der Nacht noch von der Kuh, die ohne Narkose operiert wurde, vom kleinen Hündchen, dem plötzlich die Ohren nicht mehr standen und andern Tierschicksalen.

 

 


RGOS Herbst Wanderung 2019

Text: Bea Neukomm, Bilder: Christian Vetterli & Ruth Clarke

Die restlichen Nebelfetzen über dem Bodensee verzogen sich rechtzeitig, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Herbstwanderung bereits auf dem Parkplatz Stiig oberhalb Güttingen die Aussicht auf den See geniessen konnten. Es trafen sich 23 Menschen und 18 Hunde, um den bekannten Güttinger Eichenwald zu erkunden. Zur Begrüssung verteilte Leandro, Daniela Hess’ kleiner Helfer, ein Säcklein mit Leckerlis und einem Willkommensgruss für die Vierbeiner. Die Menschen wurden mit einem Kägi Fret begrüsst.

 

Gleich zu Beginn tauchten wir ein in den 600ha grossen mit alten Eichen durchsetzten Laubwald. Die Sonne liess die letzten Herbstfarben leuchten und auf dem Weg raschelte das trockene Laub. Der Weg führte uns zum Teil entlang dem ausgeschilderten Eichenweg mit Orientierungstafeln, die auf die Besonderheit und Bewirtschaftung des Eichenwaldes hinwiesen. Auch die Hunde genossen die breiten Waldwege, konnten sie doch meistens frei von Leine die neue Umgebung erschnüffeln. Die mächtigen Eichen, welche zum Teil bis zu 200 Jahre alt sind, beeindruckend mich immer wieder von neuem. Nach dem Forsthaus Jakob sahen wir auch eine Baumschule mit jungen Eichenschösslingen, welche den Fortbestand dieses besonderen Waldes garantieren. Damit die Aussicht nicht zu kurz kam, führte uns Daniela kurz nach der Hälfte des Weges via einen kleinen Trampelpfad zurück an den Waldrand, wo wir den Bodensee nochmals in all seiner Grösse bewundern konnten. Diese Strecke war gesäumt von Obst- und Beerenkulturen, die für den Winterschlaf bereit waren.

 

Nach zweieinhalb Stunden waren auch die Nachzügler zurück auf dem Parkplatz. Im Restaurant Seemöve in Güttingen wartete ein reservierter Tisch auf uns, damit wir uns vor der Heimfahrt stärken konnten. Da wurden wir herzlich empfangen und zuvorkommend bewirtet. Nun war auch die Gelegenheit auch mit denjenigen zu plaudern, die auf der Wanderung entweder weit vorne oder hinten marschierten oder eine kürzere Variante wählten.

 

Vielen Dank Daniela für diese tolle und super organisierte Wanderung.

 


NOV Gruppenwettkampf 2019

Text Daniela Hess und Bilder Daniela Hess& Ruth Clarke

Dank grossem Engagement von Ruth Clarke, startete erstmals in der Geschichte eine Gruppe der RG Ostschweiz am NOV Gruppenwettkampf. Emerita Kunz mit Mattaponi’s Fabulous Tiva (Chesapeake Bay Retriever), Ruth Reichard mit Plainfire’s Light my Fire, genannt Jala (Flat Coated Retriever) und Daniela Hess mit Zorro of Farley Hill genannt Buddy (Labrador) trafen sich am 23. Juni in Amriswil bei wunderbar kühlem Sommerwetter. Ruth Clarke als Coach begrüsste die drei Hundeführerinnen, die sich bis anhin noch gar nicht kannten!

 

Beim NOV-GWK handelt es sich um einen Team-Wettkampf, wobei drei HF je zwei verschiedene Arbeiten zeigen. Für die ersten drei Aufgaben stellen sich die drei Hunde-Teams einer Gruppe gleichzeitig auf einem Platz, unterteilt in drei Sektoren, den geforderten Aufgaben: Unterordnung, Führigkeit und Hindernisparcours. In der zweiten Phase werden die Arbeiten 4 – 6 einzeln durchgeführt: Schutzdienst (diese Disziplin haben wir gestrichen), Rally-Obedience und Canin-Cross.

 

Beim gemeinsamen Zuschauen stellte man fest, dass das Niveau der gezeigten Arbeiten sehr hoch war. In der tollen Wettkampfatmosphäre, in der viel diskutiert, mitgefiebert aber auch gelacht und unterstützt wurde, entstand schnell die Lust, die Arbeiten selber auszuführen. Emerita zeigte mit Tiva eine BH2-Unterordnung, Ruth konzentrierte sich mit Jala auf die Führigkeit BH1 und Daniela absolvierte mit Buddy den Hindernisparcours. Alle drei konnten mit tollen Leistungen aufwarten. Das Mittagessen konnte man in geselliger Atmosphäre unter schattenspendenden Bäumen geniessen. Das wurde von allen geschätzt, da die Temperatur gegen Mittag rasant in die Höhe ging. Am Nachmittag standen Emerita (Rally Obedience) und Daniela (Canin-Cross) mit ihren Hunden nochmals im Einsatz. Emerita erzielte mit Tiva ein Glanzresultat (99 von 100 Punkten) und auch Buddy hat an den Hindernissen tolle Leistungen gezeigt. Beim Canin-Cross waren viele sportlich-junge LäuferInnen am Start. Da war Daniela mit ihren ü50 wohl etwas handicapiert. Sie war im Vergleich mit den anderen eher gemütlich unterwegs, was sich dann auch in einer tieferen Punktzahl manifestierte. Nach getaner Arbeit trafen sich alle wieder in der Festwirtschaft. Bei Kuchen und Getränk wurde eifrig über die gemachten Erfahrungen ausgetauscht.

 

Zur Überbrückung der Zeit bis zum Rangverlesen wurde ein Rahmenprogramm geboten. Man konnte in entspannter Atmosphäre Dogdancing-Einlagen bestaunen, bei denen Hunde und FührerInnen sich zu selbstgewählter Musik harmonisch zusammen bewegten. Schliesslich war es dann soweit und der Speaker forderte alle Teams auf, sich zur Rangverkündigung zu versammeln. Da die Retriever-Gruppe nur fünf Arbeiten zeigen konnte, gab es kein Streichresultat. Das bedeutete in der Rangierung dann Platz 15 (von 18) für die Gruppe des Retriever Club RG Ostschweiz. Damit ging ein toller Tag in kollegialer Atmosphäre langsam zu Ende. Wäre schön, wenn die RG Ostschweiz auch nächstes Jahr wieder eine Gruppe – oder gar zwei! -an den NOV Gruppenwettkampf schicken könnte.

 


Auffahrtswanderung 2019

Text Ruth Clarke und Bilder Christian Vetterli & Ruth Clarke

 

Nach den vorangegangenen nasskalten Tagen erwartete ein noch kühler aber angenehmer Tag die 35 Retriever-Freunde, die sich beim Daliebahof in Malans am 30. Mai zur diesjährigen Auffahrtswanderung eingefunden hatten. Bereits vor drei Jahren durften wir hier zu Gast sein, doch führte uns Hampi Zinsli diesmal nicht der Landquart entlang, sondern durch die Rebberge.

 

 

Beim Bahnhof erfreuten wir uns an den lebensgrossen Skulpturen des Holz-Bildhauers Peter Leisinger, dann ging’s querfeldein, Obstplantagen und Blumenwiesen entlang, Richtung Rebberge. Die 27 Hunde genossen die Gesellschaft ihresgleichen und tollten über die bereits gemähten Felder. Nach dem Aufstieg durch die Reben gelangten wir an den Waldrand mit herrlichem Blick über die Rheinebene. Im schmucken Winzerdorf Malans bestaunten wir die Häuser, Gärten und Dorfbrunnen. Diese wurden von den Hunden als Tränke aber auch zum Baden benutzt – Duschen der umstehenden Wanderer inbegriffen!

 

 

Nach gut zwei Stunden Marsch kehrten wir zurück zum Weingut der Familie Hartmann, wo wir draussen den Apero – eigener Weisswein und Süssmost – geniessen konnten. Das Mittagessen – Salat, Braten und Kartoffelgratin – wurde im hübsch eingerichteten Saal – ehemals Kuhstall - serviert.

 

 

Wie immer hatte Hampi wieder einen kleinen Parcours ausgedacht, mit einigen Geschicklichkeits- und Suchspielen für die nun ausgeruhten Hunde. Anschliessend genossen wir ein feines Dessert und schon bald machten sich die ersten Teilnehmer auf den Heimweg, zufrieden und mit schönen Erinnerungen an einen gemütlichen Tag im Bündnerland.

 

Danke Hampi für diese wieder wunderschöne Wanderung durch für Unterländer unbekannte Gefilde. Wir hoffen, dass du noch viele Strecken für uns in dieser Gegend auf Lager hast!

 


Sellamatt Dummy Weekend 2019

Text Ruth Clarke und Bilder Andreas Jörg & Ruth Clarke

 

Das verschneite Sellamatt Dummy-Weekend wird sicher allen in Erinnerung bleiben! Bei Ankunft am Freitag schien noch die Sonne, Schnee lag wohl noch an einigen Stellen. Aber die schneefreien Flächen boten genügend Möglichkeiten, Dummies zu werfen, ohne dass diese im Schnee versanken. Die zwei Gruppen mit Angelo Zocchali und Nerina Aureli - dieses Mal konnte Chiara Berzacola nicht dabei sein – konnten vorerst unter fast angenehmen Witterungsverhältnissen trainieren, bis am Samstagnachmittag ein bissiger Wind einsetzte und Gewitter und Graupelschauer brachte.

 

 

Die Gruppen waren nicht ganz so homogen wie andere Jahre. Es waren neun Labradors, ein Flatcoat und zwei Toller dabei. Nerina betreute die Anfänger, von totalen Neulingen bis zu Hunden mit ansprechenden Retrievereigenschaften, während Angelo die mehr oder weniger fortgeschrittenen Teilnehmer unterrichtete.

 

 

Beide Trainer passten die Übungen den Fähigkeiten der einzelnen Teams an. Dass am Fusse der Churfirsten noch fast Winter herrschte, zeigte sich darin, dass Schlittenhundegespanne, die neben unseren Retrievern ebenfalls die Alp als Trainingsgrund benutzten, noch gute Trails vorfanden.

 

 

Bei gutem Essen im warmen Hotel waren die Strapazen bald vergessen und wir konnten zum gemütlichen Teil übergehen. Da auf Sonntag Schnee bis gegen 1000 m.ü.M. hinunter angesagt war (Alp Sellamatt 1400 m.ü.M), zogen es einige Teilnehmerinnen vor, bereits am Samstagabend den Heimweg anzutreten. Sie befürchteten, mit Sommerpneus nicht mehr sicher die schmale Bergstrasse runter zu kommen. Tatsächlich lag am Sonntag früh Neuschnee – gegen 15 cm! Dieser hinderte die verbleibenden Hundeführer nicht, weiter zu trainieren. Erstmals in der langen Geschichte der Sellamatt-Wochenenden kamen wir gar in den Genuss eines Indoor-Trainings! In der Garage des Hotels war zwar wenig Platz, aber für die Apportierübungen mit den von Angelo mitgebrachten Podesten reichte es allemal.

 

Wir hoffen auf bessere Verhältnisse nächstes Jahr und freuen uns wieder auf Teilnehmer aus der ganzen Schweiz.

 

 


1. Mantrailing Seminar vom 6. April 2019

Text  und Bilder Daniela Hess

Neun Hundeführerinnen und Hunde-führer trafen sich am Samstagmorgen mit ihren Retrievern in Frauenfeld zum ersten Mantrailing Seminar mit Katharina Wild und Melanie Farronato. Das Wetter zeigte sich von der freundlichsten Seite mit Sonne und frühlingshaften Temperaturen.

 

Geübt wurde in zwei gemischten Gruppen aus Anfängern und Fortgeschrittenen. Mit unterschiedlichem Interesse schnüffelten die Hunde an den Geruchsträgern. Die einen freuten sich derart darüber, dass sie die Kleidungsstücke gleich mittragen wollten, andere musste man erst von der Wichtigkeit der Kleidungsstücke überzeugen. Nach dem Aufnehmen des Geruches verfolgten die Hunde die Spur der Zielperson. Die Unterschiedlichkeit der Hunde wurde auch hier sichtbar. Man sah zurückhaltende Hunde, eher wilde Naturen aber auch abgeklärt wirkende Routiniers.

 

Auch die Menschen hatten einiges zu Lernen. Neue Begriffe wurden eingeführt, Loben und Aufmuntern zum richtigen Zeitpunkt wurde geübt und auch das Handling mit der langen Leine war noch nicht allen gleichermassen vertraut. Selbst das weitläufige Gelände mit teils steilen Auf- und rutschigen Abstiegen stellte seine Herausforderungen an die Teams.

Interessant zu beobachten war außerdem die Arbeit der erfahreneren Teams. Mehrere Personen am Ziel, gehende Zielpersonen blockieren, unterscheiden zwischen Haupt- und Nebengeruchsträger waren Herausforderungen für die Fortgeschrittenen.

So verschieden die Hunde mit ihren Führpersonen auch unterwegs waren, so einheitlich war das Bild beim Kontakt mit der Zielperson. Vor Freude heftig schwänzelnde Ruten, ja ganze Hinterteile, bei den Hunden und lachende, erleichterte Gesichter bei den Menschen.

Schön, dass alle im Laufe des Tages kleine Fortschritte wahrnehmen konnten. Und wenn einzelne Teams im Laufe des Tages an ihre Grenzen kamen, verstanden die beiden Trainerinnen es hervorragend, die Übung so zu gestalten, dass die Teams sie mit einem Erfolg beenden konnten.

Dies motiviert und von verschiedenen Seiten war zu hören: «Mantrailing würde ich gerne regelmässig mit meinem Hund trainieren.» Weitere Trainingstage sind am 15. Juni, 14. September und am 16. November 2019 geplant.

 


Zecken und andere Plagegeister

Text  und Bilder Ruth Clarke

Im Vorfeld der diesjährigen Hauptversammlung der RGOS vom 2. März 2019 konnten die gut 20 Teilnehmer im Pinzgauersaal des Restaurants Mühli in Matzingen den Erläuterungen von Dr. med. vet. Philipp Zerbe über die diversen Ektoparasiten, zu denen v.a. die Zecken, Flöhe, Läuse und Milben gehören, zuhören. Was heisst da „zuhören“? Die Zuhörer wurden mittels „Drückis“, kleine TED-Geräte, immer wieder aufgefordert, aktiv mitzumachen, um ihre Meinung abzugeben. Dr. Zerbe arbeitet im MSD Animal Health in Luzern vor allem in der Forschung und Schulung. MSD Animal Health ist rund um den Globus in der Veterinärmedizin tätig und ist eine forschungsorientierte Unternehmensgruppe.

 

Wie wichtig die Prophylaxe bei Zecken gerade in der heutigen Zeit, wo immer mehr Fälle von Borreliose, Babesiose, FSME etc. auftauchen, konnte Dr. Zerbe in seinen Ausführungen und anhand von Bildern erklären. Einige anwesende Hundehalter mussten bereits im Februar Zecken von ihren Hunden ablesen. Begann die Zeckenplage früher im Frühling und dauerte bis Oktober, muss heute fast das ganze Jahr mit diesen Plagegeistern gerechnet werden.

 

Die Zecke ist ein Spinnentier, das an Gräsern, Sträuchern und Büschen auf ihre Opfer wartet. In der Schweiz ist von den weltweit bekannten rund 900 Arten (!) vor allem der Gemeine Holzbock am häufigsten, wobei im Tessin die Braune Hundezecke und in Ungarn die Auwaldzecke oft vertreten sind. Die Zecke entwickelt sich in vier Stadien von der Larve über die Nymphe zum Adult und zum vollgesogenen erwachsenen Tier. Die Weibchen sind die eigentlichen Blutsauger und legen bis zu 3000 Eier! Daraus entwickeln sich Larven, die auf Kleinsäugern wie Mäusen, Igeln Blut saugen, sich dann häuten und als Nymphen im Boden überwintern, sich dann auf Mäusen, Füchsen etc. niederlassen bis sie sich danach als erwachsene Tiere auf grösseren Tieren wie Rehen oder eben unseren Hunden und Katzen festsaugen. Die Gesamtdauer des Zyklus beträgt 2-3 Jahre.

 

Ein hochentwickelter Stechapparat, mit dem das Opfer „angezapft“ wird, gibt ein Betäubungsmittel, Gerinnungs- und Entzündungshemmer ab. Eine Zecke kann mehrere Tage auf seinem Wirt bleiben. Die Übertragung von Krankheitserregern erfolgt erst nach 48 Stunden, wenn die Zecke die nahrhaften Blutbestandteile aufgenommen hat und die Flüssigkeit wieder hergibt.

 

Als Prophylaxe ist es wichtig, dass man nach jedem Spaziergang den Hund gründlich nach Zecken absucht, die zu Beginn auf dem Fell rumlaufen und nach einem geeigneten Plätzchen suchen und so entfernt werden können, bevor sie sich festsaugen. Damit dies nicht so schnell geschieht, gibt es diverse Mittel wie Spot on, Halsband, Tabletten oder natürliche Mittel. Das wichtigste Kriterium ist ein lückenloser Schutz. Bei Reisen in den Süden sind weitere Vorsichtsmassnahmen angezeigt, da dort weitere Plagegeister lauern, die z.B. Herzwürmer übertragen könnten. Fragen Sie Ihren Tierarzt.

 

Diese Mittel helfen auch gegen weitere Plagegeister wie Flöhe, die auch keine gern gesehenen Gäste auf unseren Haustieren sind.

 

Dieses sehr interessante Referat wurde mit grossem Applaus verdankt. Ausserdem wurden die Teilnehmer mit einem Handout bedient. Da Dr. Zerbe für sein Engagement weder ein Honorar noch Spesen verlangte, wird der RGOS Vorstand dem Förderverein Esperanza Verde Schweiz einen Betrag zukommen lassen.




Die Nebelwanderung der RGOS vom 28.10.2018

Text  und Bilder Ruth Clarke

 

„Wo seid ihr alle? Ich bin auf dem Parkplatz beim Andwiler Moos“. Dieser Anruf kam vom RGOS-Präsidenten, der von der anderen Seite zugefahren war und am Anfang des langen Parkplatzes angehalten hatte. Alle anderen Teilnehmer der Herbstwanderung waren kaum 100 Meter weiter vorn parkiert, aber durch den dicken Nebel konnten wir uns auch auf diese kurze Distanz nicht sehen! Der Nebel begleitete uns auf dem ganzen Rundgang vom Andwiler Moos über den Tannenberg über Hohfirst zurück zum Parkplatz. Da war leider nichts mit Aussicht vom Tannenberg, wo man gegen Norden auf den Bodensee und gegen Süden zum Alpstein mit Säntis einen herrlichen Blick geniessen könnte.

 

 

Das nasskalte Wetter schien die gute Stimmung unter den 28 Teilnehmern und 20 Hunden nicht zu beeinträchtigen. Die Hunde hatten viele Gelegenheiten über die Wiesen zu rennen. Bei diesem Wetter waren keine Kühe auf der Weide, da auf über 800 m.ü.M. teilweise etwas Schnee lag. Andere Leute schienen die warme Stube vorzuziehen, denn wir trafen kaum Wanderer unterwegs. Nach über 1 1/2 Stunden kamen wir beim Restaurant Hohfirst vorbei; doch hiess es weiter marschieren, die warme Gaststätte musste noch etwas auf unseren Besuch warten. Noch eine halbe Stunde durch den Nieselnebel und wir konnten die Hunde trocknen und in die Autos versorgen, um anschliessend in wenigen Minuten zurück zum Restaurant zu fahren. Hier konnten wir uns bei einem feinen Zvieri oder Znacht aufwärmen und hatten Gelegenheit zur Unterhaltung. Es hat trotzdem allen Spass gemacht!

 


RGOS - Jubiläums Anlass 2018

Text  und Bilder Ruth Clarke


Zu einem 10 Jahre Jubiläum muss noch keine Riesenfeier veranstaltet werden. Doch sollte es ein Anlass werden, wo Jung und Alt - Zwei- wie Vierbeiner - einen fröhlichen Tag miteinander verbringen können und Gelegenheit haben, sich auszutauschen und von früheren Anlässen und Erlebnissen zu erzählen. Dies ist den Organisatorinnen, Heidi Friedrich und Sabine Rüedi bestens gelungen! 

Ein herrlicher Tag bot beste Bedingungen für eine kleine Feier zum 10-jährigen Bestehen der RG Ostschweiz. Über 40 Personen und fast so viele Retriever - ausser dem Chesapeake waren alle Rassen vertreten - tummelten sich am Sonntag, 30. September 2018, auf dem grossen Gelände des KV Kreuzlingen.  

Kurz vor 10.00 Uhr begrüsste Kurt Schori, seit 2010 Präsident der Regionalgruppe die Teilnehmer und gab einen kurzen Rückblick auf die Entstehung der RGOS. Eigentlich bestand diese bereits seit den frühen 1970er Jahren in loser Form, noch unter dem SSSRC (Schweiz. Springer Spaniel und Retriever Club) und ist eine der ältesten Regionalgruppen des RCS. Erst am 14. März 2008 wurde im Stadtsaal in Wil/SG, ein eigentlicher Verein mit Statuten gegründet. Kurt freute sich speziell, dass er unter den Besuchern auch zwei Vertreter des RCS-Vorstandes begrüssen durfte: Andreas Hagenbucher, Kassier und Jürg Meier, RG-Verantwortlicher, haben den Weg in die Ostschweiz nicht gescheut.

Dann ging’s auf den Platz rund um die Klubhütte, wo diverse Hindernisse aufgebaut waren, die von den Hundeführern mit ihren vierbeinigen Kollegen ausprobiert werden konnten. Es wurde kein Wettbewerb veranstaltet, wer schneller oder besser war. Es galt einfach, die Hindernisse mit oder ohne Hilfe zu bewältigen. Es herrschte ein buntes Durcheinander, jeder konnte hingehen, wo er wollte oder wo nicht gerade eine Warteschlange war. Da rannte auch mal ein Hund quer über den Platz oder junge Hunde fanden Spielkameraden. Die Hundehalter fanden auch Zeit für einen Schwatz.

Die Zeit bis zum Mittag verflog im Nu und schon hiess es, die Vierbeiner in den Autos zu verstauen - zum Glück gab es genügend Schattenplätze - dann marschierten die zweibeinigen Teilnehmer ins kaum 200 Meter entfernt gelegene Restaurant „Centro Italia“ zum Mittagessen. An zwei langen, hübsch gedeckten Tischen waren die RGOS-Mitglieder zu Penne mit einer Auswahl an Saucen eingeladen. Die Teilnehmer durften auch ein kleines Geschenk gespendet vom Joller-Versand mitnehmen.

Nach einer kurzen Runde mit den Hunden mussten wir um 14.00 Uhr wieder zurück bei der Klubhütte sein.

Wir wurden von zwei Vertreterinnen der Stiftung Ostschweizerische Blindenführhundeschule über die Entstehung des Blindenführhundewesens und die verantwortungsvolle Ausbildung dieser Hunde informiert. Fragen der Teilnehmer wurden kompetent beantwortet.

Im Anschluss an die Theorie zeigte eine junge Labradorhündin, die erst seit drei Monaten in Ausbildung ist, was sie schon gelernt hat. Ein Junge und Heidi Friedrich wagten sich mit Dunkelbrille, geführt von der Hündin, auf den kleinen Parcours. Natürlich wurde das Team von der Ausbildnerin begleitet.

 

Zum Ausklang dieses Tages verwöhnte uns Hermine Iseli, Hüttenwartin des KV Kreuzlingen, mit Kaffee und Kuchen. Während sich die einen bereits zum Käfele niedergelassen hatten, führten andere ihre Hunde noch zum Ufer des Bodensees, wo sich Toller, Flats und Labis im Wasser austoben konnten.

Nochmals ein ganz herzlicher Dank an die Organisatorinnen, den KV Kreuzlingen für das Gastrecht und allen Teilnehmenden für’s Kommen.